KICKERS Magazin 03 - page 19

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Spieler Portrait |
Amir Shapourzadeh
Mein Motto:
von nichts – kommt nichts
Spieler Portrait
Aufgewachsen in einer Wohnhaussied-
lung in Hamburg kickte Amir mit den
Nachbarskindern im Hof, bis ihn eines
Tages ein Freund mit zum Fußballver-
ein nahm – den Grün-Weiß Eimsbüttel.
Amir gefiel es dort gleich so gut, dass er
im Alter von 6 Jahren Mitglied wurde.
Eimsbüttel blieb er ca. 4-5 Jahre treu und
spielte von Anfang an im Sturm. Einmal
wurde er damals im Mittelfeld eingesetzt
„da war ich beleidigt, da musste man so
viel laufen“ sagte Amir schmunzelnd.
Nach der Jugend war er dann schließlich
doch fest im Mittelfeld positioniert. „Da
war ich dann auch nicht mehr beleidigt“,
so der Mittelfeld Spieler Amir Shapourz-
adeh mit einem breiten Grinsen.
Seine Jugend verbrachte Amir anschlie-
ßend beim Niendorfer TSV und wech-
selte für sein erstes Herrenjahr zum
Eimsbütteler TV. Dann folgte der Wech-
sel in die 3. Liga, zu den Amateuren vom
HSV. Leider lief es für den HSV zu die-
ser Zeit nicht so gut, so dass Amir einen
Schritt zurück ging, um nach 1,5 Jahren
in der 4. Liga bei Hansa Rostock einzu-
steigen und sich mit dem Verein in die
1. Liga zu kicken, was sehr prägend für
seine Fußballkarriere war. Von dort aus
konnte Amir die Chance Nutzen im Pro-
fifußball endgültig Fuß zu fassen. Noch
heute verfolgt er alles Rund um den Ver-
ein. „Bei Hansa wurde ich zum Profi!
Hier hatte ich unglaubliche 4,5 Jahre.“
Nach 4,5 Jahren bei Hansa Rostock spiel-
te Amir für 1 Jahr beim FSV Frankfurt,
in der 2. Liga. Dann kam auch schon die
große Chance Auslandserfahrung zu
sammeln und Amir wechselte mit 27
Jahren in die 1. Iranische Liga zu Steel
Azin Teheran, zu dem Verein, wo er auch
ein Highlight seiner sportlichen Karriere
bestritt, sein großes Länderspieldebüt!
Auf die Frage, wer ihn bisher noch
in seiner Fußballkarriere bestärkt hat
und bei wem er viel gelernt hat, nannte
Amir zwei Namen: seinen langjährigen
Jugendtrainer, Thorsten Hauck und
Trainer Stefan Böger, er holte Amir zu
den Amateuren beim HSV und dann zu
Hansa Rostock.
Amir ist in Teheran geboren und zog
im Alter von 3 Jahren nach Deutsch-
land. Auf die Frage hin, was denn die
größten Unterschiede im Profifußball
zwischen Deutschland und dem Iran
wären, antwortete Amir: ,,Disziplin und
Pünktlichkeit haben im Iran nicht den
gleichen Stellenwert wie in Deutsch-
land. Auch die Trainingsbedingun-
gen sind nicht so professionell wie in
Deutschland, da die Gelder mehr in die
Mannschaft, als in die Infrastruktur des
Vereines gesteckt werden. Dafür sind
die Iraner sehr herzlich und gastfreund-
lich." Aus der Zeit beim Steel Azin Te-
heran hat Amir auch noch zwei enge
freundschaftliche Kontakte behalten.
Ferydon Zandi und Mehdi Mahdavikia,
beide haben auch mal in Deutschland
gespielt und sind dadurch vielleicht dem
einen oder anderen bekannt.
Auf Grund von fehlenden Gehaltszah-
lungen entschloss sich Amir aber nach
2 Jahren wieder nach Deutschland zu-
rückzukehren. Leider ergab sich daraus
ein böser Rechtsstreit, da Amir beim
Steel Azin Teheran einen 3-Jahres-Ver-
trag unterschrieben hatte. Als im März
2012 dann endlich die Freigabe der
FIFA kam, die Amir aus seinem beste-
henden Vertrag löste, spielte er bei den
Kickers Offenbach für 8 Wochen in der
3. Liga.
In der darauffolgenden Saison startete
Amir für 2 Jahre bei den Sportfreunden
Lotte. Wo er nun endlich wieder eine
positive Vereinszeit verbuchen konnte.
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