KICKERS Magazin 22 - page 34-35

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Lena Lotzen
PROFIFUSSBALLERIN UND NATIONALSPIELERIN
Interview
Hallo Lena, im Alter von fünf Jahren
hast du angefangen, Fußball zu spie-
len. Musste Dich Dein Vater Matthi-
as Lotzen, der ebenfalls Fußballer
war, damals überreden oder wie bist
du zum Fußball gekommen?
Nein, da musste mich niemand zu
überreden. Ein Kindergartenfreund ist
zum Fußball gegangen und da wollte
ich unbedingt mit. Es hat mir sofort
Spaß gemacht und ich bin bis heute
dabei geblieben.
Im Jahr 2010 bist du zum FC Bay-
ern München gewechselt. Damals
warst du noch 17 Jahre. Wie ist es,
bei einem Verein dieser Größenord-
nung zu spielen?
Es war schon eine große Umstellung
im Vergleich zur JFG Kreis Würzburg
Süd-West ;) . Der FC Bayern ist etwas
Besonderes, jeder kennt diesen Verein
und so jung schon für so einen Verein
zu spielen, ist etwas Besonderes. Wir
haben dort super Bedingungen und
man spürt die große Professionalität
des gesamten Vereins.
Du spielst auch in der Frauenna-
tionalmannschaft. Angefangen in
der U 15 hast Du alle Jugendmann-
schaften des DFB durchlaufen und
2012 beim Algarve-Cup dein Debüt
in der A-Nationalmannschaft ge-
geben. Ging damit ein „Kindheits-
traum“ in Erfüllung?
Natürlich habe auch ich früher davon
geträumt, einmal für Deutschland zu
spielen und den Moment, als es so weit
war, werde ich niemals mehr vergessen
– es war unbeschreiblich. Es ist auch
heute noch jedes Mal etwas Besonde-
res, für Deutschland zu spielen.
Du hast schon mehrere Erfolge
erlebt! Welches war dein absolutes
Highlight?
Der Gewinne der Europameister-
schaft 2013 in Schweden.
Neben den Höhen, musstest Du
gerade in den letzten Monaten ver-
letzungsbedingt eine schwere Zeit
durchmachen. Wer steht Dir in
solchen Momenten besonders zur
Seite?
Meine Familie und Freunde. Aber na-
türlich auch meine Rehatrainer und
Physiotherapeuten und alle anderen
Leute, die in der Zeit für mich da sind.
Dein Bruder Moritz spielt bei
den Kickers in der U-19-Jugend.
Schaust Du Dir auch ab und an sei-
ne Spiele an?
Ja, wenn ich zuhause in der Heimat
| Interview
bin, schaue ich immer bei ihm zu.
Oder wenn er hier in der Münchner
Gegend spielt, versuche ich auch im-
mer dort hinzukommen.
Die Kickers haben sich in ihrem
ersten Jahr im Profifußball nach 37
Jahren sehr gut zurechtgefunden
und bereits acht Spieltage vor dem
Saisonende die magische 42-Punk-
te-Marke erreicht. Verfolgst Du das
Geschehen rund um die Kickers?
Ja natürlich, ich finde es toll, dass
Würzburg endlich wieder eine Profi-
mannschaft hat. Ich habe zwar noch
kein Spiel live gesehen, aber bin immer
auf dem aktuellsten Stand und hoffe,
bald mal ein Spiel im Stadion zu sehen.
Was glaubst Du, wie sich die Zukunft
der Kickers in den nächsten zwei bis
drei Jahren entwickeln wird?
Ich denke, wenn die Kickers den Weg,
den sie jetzt eingeschlagen haben, wei-
ter gehen und dem ganzen auch Zeit
geben, kann sich in nächsten Jahren
einiges Richtung 1. oder 2. Bundesliga
entwickeln und ein richtiger Profiver-
ein entstehen.
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